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Hund und Pilze – das solltest du beim Waldspaziergang wissen

Herbstzeit ist Pilzzeit – und während wir bunte Wälder genießen, werden viele Hunde neugierig. Sie schnüffeln, scharren oder knabbern an Dingen am Boden, ohne zu unterscheiden, ob etwas essbar oder gefährlich ist. Gerade Pilze gehören zu den unterschätzten Risiken im Wald. Mit etwas Wissen und Aufmerksamkeit kannst du deinen Hund sicher durch die Pilzsaison begleiten.

Auf den Punkt: Viele Waldpilze sind für Hunde giftig. Ein wachsames Auge schützt vor gefährlichen Vergiftungen.

Warum Pilze für Hunde gefährlich sein können

Pilze enthalten zum Teil hochgiftige Stoffe, die für Hunde schon in kleinen Mengen lebensbedrohlich sein können. Besonders junge oder neugierige Hunde stecken vieles ins Maul, um es zu erkunden. Ein wachsamer Spaziergang ist daher entscheidend. Eine energiegeladene Rasse wie der English Springer Spaniel geht im Wald gern auf Entdeckungstour – hier lohnt sich besondere Aufmerksamkeit.

Gefährliche Pilzarten im Überblick

Nicht jeder Pilz ist giftig – aber viele sind es. Besonders gefährlich für Hunde sind:

  • Knollenblätterpilz: extrem giftig, führt zu schweren Leberschäden.
  • Fliegenpilz: reizt Magen und Nervensystem, kann Krampfanfälle auslösen.
  • Gallenröhrling: bitter, aber trotzdem giftig bei größeren Mengen.
  • Tintling: in Kombination mit Alkohol (z. B. beim Lecken an Flaschen) gefährlich.
  • Schimmelpilze: wachsen auf verrottetem Holz oder Laub und können Allergien und Durchfall verursachen.
Hund schnüffelt an einem Baumstumpf im Herbstwald, vereinzelte Pilze im Umfeld.

Im Wald wachsen viele Pilze – einige davon sind für Hunde gefährlich. Aufmerksamkeit schützt deinen Vierbeiner.

So verhinderst du, dass dein Hund Pilze frisst

Ein gut trainiertes „Nein“ oder „Aus“ ist in der Pilzsaison besonders wertvoll. Halte deinen Hund in pilzreichen Bereichen an der kurzen Leine und beobachte genau, was er aufnimmt. Entferne Laub an Stellen, wo dein Hund schnüffelt, damit du besser sehen kannst, was sich darunter verbirgt.

Vergiftungssymptome früh erkennen

Wenn dein Hund doch einen Pilz erwischt, zählt jede Minute. Typische Symptome sind:

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • starker Speichelfluss
  • Zittern oder Koordinationsprobleme
  • Apathie oder ungewöhnliche Unruhe

Bei ersten Anzeichen gilt: sofort zum Tierarzt. Am besten bringst du eine Probe des Pilzes mit – das erleichtert die Diagnose.

Sichere Alternativen zum Waldknabbern

Biete deinem Hund unterwegs geeignete Kauartikel oder ein kleines Dummy-Spiel an, damit er weniger geneigt ist, Unbekanntes aufzunehmen. Beschäftigung lenkt ab und sorgt für Sicherheit.

Pro-Tipp: In pilzreichen Gebieten lohnt es sich, Wege zu wählen, die weniger dicht bewachsen sind. So hast du den Waldboden besser im Blick.

Fazit

Pilze gehören zum Herbst dazu – doch für Hunde können sie eine Gefahr darstellen. Mit wachsamer Beobachtung, gutem Training und schneller Reaktion im Ernstfall schützt du deinen Vierbeiner. So bleibt der Spaziergang im Wald ein schönes, sicheres Erlebnis.