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Fütterung

Unter Fütterung versteht man die bedarfsgerechte Versorgung des Hundes mit Nährstoffen, Energie und Flüssigkeit. Eine ausgewogene Fütterung bildet die Grundlage für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und ein langes Hundeleben. Sie sollte individuell an Alter, Größe, Aktivitätsniveau und Gesundheitszustand angepasst sein.

Hund beim Fressen

Ein Beagle bei der Fütterung – regelmäßige Mahlzeiten und kontrollierte Portionen sind besonders wichtig.

Warum ist die richtige Fütterung so wichtig?

Die Fütterung beeinflusst nahezu alle körperlichen Prozesse des Hundes. Sie wirkt sich unter anderem auf Wachstum, Immunsystem, Verdauung, Fellqualität und Verhalten aus. Fehler in der Fütterung können langfristig zu Übergewicht, Mangelerscheinungen oder gesundheitlichen Problemen führen.

Eine gute Fütterung zeichnet sich dadurch aus, dass sie:

  • den Energiebedarf deckt, ohne zu überversorgen,
  • alle wichtigen Nährstoffe enthält,
  • gut verdaulich ist,
  • zum individuellen Hund passt.

Bestandteile einer ausgewogenen Fütterung

Eine ausgewogene Fütterung setzt sich aus verschiedenen Nährstoffen zusammen:

  • Proteine: wichtig für Muskeln, Organe und Immunsystem.
  • Fette: liefern Energie und essentielle Fettsäuren.
  • Kohlenhydrate: zusätzliche Energiequelle (je nach Fütterungsform).
  • Vitamine und Mineralstoffe: unterstützen Stoffwechsel und Gesundheit.
  • Wasser: unverzichtbar für alle Körperfunktionen.

Das Verhältnis dieser Bestandteile sollte dem Bedarf des Hundes entsprechen.

Fütterung je nach Lebensphase

Der Nährstoffbedarf eines Hundes verändert sich im Laufe seines Lebens:

Lebensphase Besonderheiten bei der Fütterung
Welpe Hoher Energie- und Nährstoffbedarf für Wachstum
Junghund Kontrolliertes Wachstum, angepasste Energiemenge
Erwachsener Hund Erhaltungsbedarf, angepasst an Aktivität
Senior Reduzierter Energiebedarf, leicht verdauliches Futter

Fütterungsmenge und Fütterungsrhythmus

Die richtige Futtermenge hängt von Größe, Gewicht, Aktivität und Stoffwechsel des Hundes ab. Herstellerangaben dienen als Orientierung, sollten aber individuell angepasst werden.

Bewährt haben sich:

  • zwei Mahlzeiten täglich für erwachsene Hunde,
  • mehrere kleinere Mahlzeiten für Welpen,
  • feste Fütterungszeiten für einen stabilen Rhythmus.

Freies Dauerfressen ist in den meisten Fällen ungeeignet, da es Übergewicht begünstigt.

Fütterung und Verhalten

Fütterung beeinflusst nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern auch das Verhalten. Zu große Portionen oder stark energiereiches Futter können Unruhe und Überdrehen fördern, während Hunger oder Nährstoffmangel Stress verursachen können.

Eine strukturierte Fütterung unterstützt:

  • ruhiges Verhalten im Alltag,
  • konzentriertes Training,
  • klare Tagesabläufe.

Häufige Fehler bei der Fütterung

Typische Fehler in der Fütterung sind:

  • zu große Portionen,
  • häufige Leckerligaben ohne Einrechnung,
  • ständiger Futterwechsel ohne Notwendigkeit,
  • mangelnde Anpassung an Alter oder Aktivität.

Eine regelmäßige Gewichtskontrolle hilft, solche Fehler frühzeitig zu erkennen.

Fütterung als Teil der Hundehaltung

Fütterung ist ein zentraler Bestandteil der täglichen Hundehaltung. Sie sollte bewusst geplant und regelmäßig überprüft werden. Veränderungen im Gewicht, im Fell oder im Verhalten können Hinweise darauf sein, dass die Fütterung angepasst werden sollte.

Im Zweifel ist es sinnvoll, fachlichen Rat einzuholen, um die Versorgung optimal abzustimmen.

Wusstest du, dass …?
Schon eine dauerhaft geringe Überversorgung kann die Lebenserwartung eines Hundes deutlich verkürzen.