Schipperke
Der Schipperke ist ein kleiner, kompakter Hund mit ausgeprägtem Wachtrieb und lebhaftem Temperament. Trotz seiner geringen Größe tritt er selbstbewusst, aufmerksam und äußerst eigenständig auf. Seine Kombination aus Wachsamkeit, Intelligenz und Bewegungsfreude macht ihn zu einem charakterstarken Begleithund für aktive Menschen.
Ein Schipperke im Freien – wachsam, lebhaft und mit typischer schwarzer Silhouette.
Herkunft und Geschichte
Der Schipperke stammt aus Belgien und zählt zu den ältesten belgischen Hunderassen. Ursprünglich wurde er als Wach- und Rattenfängerhund gehalten, vor allem in Städten, auf Höfen und an Bord von Schiffen. Sein Name wird häufig mit „kleiner Schiffer“ oder „kleiner Hirte“ übersetzt.
Durch seine Wachsamkeit, Robustheit und geringe Größe war der Schipperke besonders beliebt bei Handwerkern und Seeleuten. Diese ursprünglichen Aufgaben prägen sein Verhalten bis heute.
Charakter und Wesen
Schipperkes sind wachsam, lebhaft und selbstständig. Sie beobachten ihre Umgebung sehr genau und reagieren schnell auf Veränderungen. Innerhalb der Familie sind sie anhänglich und verspielt, Fremden gegenüber jedoch meist reserviert.
Typische Wesenszüge sind:
- ausgeprägter Wach- und Meldeinstinkt,
- hohe Neugier und Aufmerksamkeit,
- große Eigenständigkeit,
- lebhaftes, aktives Verhalten,
- starke Bindung an die Bezugsperson.
Rassemerkmale des Schipperkes
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Größe | 25–33 cm Schulterhöhe |
| Gewicht | 5–8 kg |
| Lebenserwartung | 13–15 Jahre |
| Fell | Dichtes Doppelfell, mittellang |
| Farben | Schwarz (rassetypisch) |
Haltung und Beschäftigung
Der Schipperke ist kein ruhiger Schoßhund, sondern benötigt regelmäßige Bewegung und geistige Auslastung. Trotz seiner Größe möchte er ernst genommen und beschäftigt werden.
Geeignete Aktivitäten sind:
- abwechslungsreiche Spaziergänge,
- Tricktraining und Grundgehorsam,
- leichte Nasenarbeit,
- Parcours- oder Geschicklichkeitstraining.
Bei ausreichender Auslastung zeigt sich der Schipperke im Haus ausgeglichen, bleibt aber stets aufmerksam.
Erziehung und Führung
Die Erziehung des Schipperkes erfordert Konsequenz und Geduld. Aufgrund seiner Eigenständigkeit hinterfragt er Regeln und entscheidet gern selbst.
Bewährt haben sich:
- klare, verlässliche Regeln,
- positive Verstärkung statt Druck,
- frühe Sozialisierung,
- kontrollierter Umgang mit Wachverhalten.
Wird der Schipperke unterschätzt oder verwöhnt, kann er schnell unerwünschtes Bell- oder Kontrollverhalten entwickeln.
Pflege und Fellmanagement
Das dichte Fell des Schipperkes ist relativ pflegeleicht. Regelmäßiges Bürsten reicht aus, um lose Haare zu entfernen. Während des Fellwechsels ist häufigeres Bürsten empfehlenswert.
Zur Pflege gehören:
- gründliches Bürsten ein- bis zweimal pro Woche,
- Kontrolle von Ohren und Zähnen,
- regelmäßige Krallenpflege.
Gesundheit
Der Schipperke gilt als robuste Rasse. Dennoch können rassetypisch auftreten:
- Patellaluxation,
- Augenerkrankungen,
- seltene neurologische Erkrankungen.
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen tragen zu einem langen, gesunden Leben bei.
Für wen eignet sich der Schipperke?
Der Schipperke eignet sich besonders für:
- aktive Menschen, die einen wachsamen Kleinhund suchen,
- Halter mit Freude an Training und Beschäftigung,
- Personen, die einen eigenständigen Charakter schätzen,
- Haushalte mit klaren Strukturen.
Weniger geeignet ist der Schipperke für Menschen, die einen sehr ruhigen oder unterordnungsbereiten Hund erwarten.
Der Schipperke wird oft als „kleiner schwarzer Teufel“ bezeichnet – ein Hinweis auf seine Energie, Wachsamkeit und seinen starken Willen.