Kälte & Gelenke – warum langsames Aufwärmen wichtig ist
Im Winter sind viele Hunde besonders steif, vor allem in den ersten Minuten eines Spaziergangs. Kälte wirkt direkt auf Muskeln, Sehnen und Gelenke – und erhöht das Risiko für Zerrungen oder Schmerzen. Ein bewusst langsames Aufwärmen hilft, den Bewegungsapparat zu schützen und sorgt für einen gesunden Start in jede Gassirunde.
Warum Kälte Gelenke steifer macht
Niedrige Temperaturen verlangsamen die Durchblutung und verringern die Elastizität von Muskeln und Bändern. Gelenkflüssigkeit wird zähflüssiger, Bewegungen fühlen sich für den Hund schwerer an. Besonders größere oder kräftige Hunde wie der Bullmastiff profitieren davon, wenn sie nicht sofort aus dem Haus stürmen müssen, sondern ihren Körper schrittweise auf Betriebstemperatur bringen.
Typische Anzeichen für unzureichendes Aufwärmen
Achte vor allem in der kalten Jahreszeit auf diese Signale:
- steifer Gang in den ersten Minuten
- langsames Anlaufen nach dem Aufstehen
- zögerliches Treppensteigen
- plötzliche Lahmheit bei abrupten Bewegungen
Diese Anzeichen verschwinden oft nach etwas Bewegung – sind aber ein Hinweis, dass mehr Aufwärmzeit nötig ist.
Ein ruhiger Start in den Spaziergang hilft, Gelenke und Muskeln im Winter zu schützen.
So gelingt sanftes Aufwärmen
Der erste Teil des Spaziergangs sollte ruhig verlaufen:
- Langsames Gehen: die ersten 5–10 Minuten ohne Rennen oder Springen
- Gleichmäßiges Tempo: keine abrupten Richtungswechsel
- Ebener Untergrund: vermeide rutschige oder unebene Wege zu Beginn
Erst wenn dein Hund locker läuft, kannst du das Tempo leicht steigern oder kleine Spiele einbauen.
Aufwärmen auch drinnen vorbereiten
Kurze Aktivierung vor dem Rausgehen hilft zusätzlich: ein paar Schritte durch die Wohnung, leichtes Strecken oder ruhiges Hin- und Hergehen. Auch eine sanfte Massage an Schultern und Hinterhand kann die Durchblutung anregen.
Schutz nach dem Spaziergang
Nach der Bewegung sollten Muskeln und Gelenke nicht auskühlen. Trockne deinen Hund gut ab und biete einen warmen, zugfreien Liegeplatz an. So bleibt die Muskulatur entspannt und regeneriert schneller.
Fazit
Kälte und Gelenke sind eine sensible Kombination. Mit langsamen Starts, ruhigem Tempo und etwas Vorbereitung schützt du deinen Hund vor Schmerzen und Überlastung. Ein bewusstes Aufwärmen macht Winterspaziergänge nicht nur sicherer, sondern auch angenehmer – für heute und für die kommenden Jahre.