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Agility

Agility ist eine dynamische Hundesportart, bei der Hund und Mensch gemeinsam einen Hindernisparcours absolvieren. Im Mittelpunkt stehen Geschwindigkeit, Präzision, Koordination und vor allem die Zusammenarbeit im Team. Agility verbindet körperliche Auslastung mit geistiger Herausforderung und gehört zu den beliebtesten Hundesportarten weltweit.

Hund im Agility-Parcours

Ein Border Collie im Agility-Parcours – Tempo, Präzision und enge Teamarbeit.

Was ist Agility?

Beim Agility durchläuft der Hund einen Parcours aus verschiedenen Hindernissen in einer vorgegebenen Reihenfolge. Der Mensch führt den Hund ausschließlich mit Körpersprache, Stimme und Laufwegen – ohne Leine und ohne Berührung. Ziel ist es, den Parcours fehlerfrei und möglichst schnell zu bewältigen.

Agility erfordert vom Hund Aufmerksamkeit, Reaktionsfähigkeit und Beweglichkeit, vom Menschen gutes Timing, klare Signale und vorausschauendes Handeln.

Typische Hindernisse im Agility

Ein Agility-Parcours besteht aus mehreren standardisierten Elementen, unter anderem:

  • Hürden (Sprünge),
  • Tunnel (offen oder geschlossen),
  • Slalom,
  • Wippe,
  • A-Wand,
  • Laufsteg.

Die genaue Zusammenstellung und Reihenfolge variiert je nach Parcours und Leistungsstufe.

Für welche Hunde eignet sich Agility?

Agility eignet sich grundsätzlich für gesunde, bewegungsfreudige Hunde mit guter Koordination. Besonders geeignet sind Hunde, die:

  • gerne mit ihrem Menschen zusammenarbeiten,
  • schnell lernen und aufmerksam sind,
  • Freude an Bewegung und neuen Aufgaben haben.

Häufig sieht man im Agility sportliche Rassen wie Border CollieAustralian Shepherd oder Shetland Sheepdog. Aber auch Mischlinge und kleinere Hunde können erfolgreich teilnehmen, sofern Parcours und Tempo angepasst werden.

Ab welchem Alter ist Agility sinnvoll?

Agility sollte erst begonnen werden, wenn der Hund körperlich ausgewachsen ist. Intensive Sprünge und Belastungen sind für junge Hunde ungeeignet.

  • Welpen: spielerische Gerätegewöhnung ohne Sprünge.
  • Junghunde: Koordinationsübungen, niedrige Hindernisse.
  • Erwachsene Hunde: vollständige Parcours.
  • Senioren: angepasste, gelenkschonende Varianten.

Agility-Klassen und Leistungsstufen

Im Wettkampfsport ist Agility in verschiedene Klassen unterteilt, um faire Bedingungen zu schaffen:

Klasse Niveau Merkmale
A0 / Beginner Einstieg Einfache Parcours, größere Abstände
A1 Grundstufe Mehr Hindernisse, höhere Anforderungen
A2 Fortgeschritten Komplexere Führtechnik
A3 Höchste Klasse Sehr schnelle, anspruchsvolle Parcours

Vorteile von Agility

Richtig aufgebaut bietet Agility zahlreiche Vorteile:

  • Körperliche Fitness: Stärkung von Muskulatur und Koordination.
  • Geistige Auslastung: Konzentration und Reaktionsfähigkeit.
  • Teamarbeit: Verbesserung der Kommunikation zwischen Hund und Mensch.
  • Selbstvertrauen: Erfolgserlebnisse für unsichere Hunde.

Worauf sollte man beim Agility achten?

Damit Agility gesund bleibt, sind einige Grundregeln wichtig:

  • langsamer Trainingsaufbau,
  • gründliches Aufwärmen vor dem Training,
  • rutschfester, geeigneter Untergrund,
  • angepasste Sprunghöhen,
  • keine Teilnahme bei Schmerzen oder Erkrankungen.

Agility soll fordern, aber nicht überfordern. Qualität und Sicherheit stehen immer vor Geschwindigkeit.

Wusstest du, dass …?
Agility fördert die Zusammenarbeit so stark, dass viele Hunde bereits nach wenigen Trainingseinheiten deutlich aufmerksamer auf Körpersprache und Signale reagieren.