Cane Corso
Der Cane Corso ist ein großer, muskulöser Molosser mit beeindruckender Präsenz und ausgeprägtem Schutzinstinkt. Trotz seines kraftvollen Erscheinungsbildes gilt er als loyaler, sensibler und sehr familienbezogener Hund. Richtig geführt, entwickelt sich der Cane Corso zu einem ruhigen, souveränen Begleiter mit hoher Bindung an seine Menschen.
Ein Cane Corso – kraftvoll, wachsam und zugleich sensibel.
Herkunft und Geschichte des Cane Corso
Der Cane Corso stammt aus Italien und gehört zu den alten Molosserrassen. Seine Vorfahren begleiteten bereits die Römer als Wach-, Kriegs- und Treibhunde. Später wurde der Cane Corso vor allem als Hof- und Wachhund eingesetzt, der Haus, Vieh und Familie schützte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Rasse stark gefährdet, konnte jedoch durch gezielte Zuchtprogramme in den 1970er-Jahren gerettet werden. Heute ist der Cane Corso international anerkannt und wird sowohl als Familien- als auch als Wachhund geschätzt.
Charakter und Wesen
Cane Corsi sind selbstsicher, intelligent und loyal. Sie besitzen einen natürlichen Schutztrieb, der sich vor allem auf ihre Familie und ihr Zuhause richtet. Fremden gegenüber zeigen sie sich meist reserviert und aufmerksam, ohne grundlos aggressiv zu sein.
Typische Wesenszüge sind:
- starke Bindung an die Bezugspersonen,
- ruhiges, kontrolliertes Auftreten,
- hohe Lernfähigkeit bei klarer Führung,
- ausgeprägter Wachinstinkt,
- sensibles Reagieren auf Stimmung und Körpersprache.
Der Cane Corso eignet sich besonders für erfahrene Hundehalter, die konsequent, ruhig und verantwortungsvoll führen.
Rassemerkmale des Cane Corso
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Größe | Rüden 64–68 cm, Hündinnen 60–64 cm |
| Gewicht | 40–50 kg |
| Lebenserwartung | 9–12 Jahre |
| Fell | Kurz, dicht, glänzend; Farben u. a. schwarz, grau, fawn, gestromt |
| Besonderheiten | Massiver Kopf, ausgeprägte Muskulatur, hohe Präsenz |
Haltung und Beschäftigung eines Cane Corso
Der Cane Corso ist kein Hund für Anfänger oder reine Wohnungshaltung. Er benötigt:
- viel Platz und klare Strukturen,
- konsequente, ruhige Erziehung,
- regelmäßige Bewegung ohne Hochleistungssport,
- geistige Beschäftigung und Aufgaben.
Geeignete Aktivitäten sind lange Spaziergänge, kontrolliertes Training, Nasenarbeit und Grundgehorsam. Schutz- oder Wachaufgaben sollten niemals unkontrolliert gefördert werden. Wichtig ist eine frühe und umfassende Sozialisation, damit der Cane Corso gelassen und sicher mit Umweltreizen umgehen kann.
Pflege und Gesundheit
Das kurze Fell des Cane Corso ist pflegeleicht und benötigt nur gelegentliches Bürsten. Mehr Aufmerksamkeit sollte der allgemeinen Kondition gelten, da es sich um eine schwere Rasse handelt.
Zu den rassetypischen gesundheitlichen Themen zählen:
- Hüft- und Ellbogendysplasie,
- Herzerkrankungen,
- Magendrehung,
- Gelenkprobleme bei zu schnellem Wachstum.
Eine kontrollierte Fütterung, gelenkschonende Bewegung im Junghundealter und regelmäßige tierärztliche Vorsorge sind entscheidend für ein gesundes Leben.
Der Name „Cane Corso“ leitet sich vermutlich vom lateinischen cohors ab und bedeutet so viel wie „Beschützer“ oder „Wächter“ – eine treffende Beschreibung für diese Rasse.