Portugiesischer Wasserhund
Der Portugiesische Wasserhund ist eine traditionsreiche Arbeitsrasse, die für ihre enge Zusammenarbeit mit dem Menschen und ihre außergewöhnliche Wasserfreude bekannt ist. Intelligent, ausdauernd und bewegungsfreudig, eignet er sich besonders für aktive Menschen, die Freude an Training, Beschäftigung und gemeinsamer Arbeit haben.
Ein Portugiesischer Wasserhund bei der Arbeit im Wasser – ausdauernd, konzentriert und arbeitsfreudig.
Herkunft und Geschichte des Portugiesischen Wasserhundes
Der Portugiesische Wasserhund stammt aus den Küstenregionen Portugals. Über Jahrhunderte hinweg arbeitete er an der Seite von Fischern, wo er vielfältige Aufgaben übernahm. Dazu gehörten das Apportieren von Netzen, das Überbringen von Nachrichten zwischen Booten sowie das Bewachen der Ausrüstung.
Mit dem Rückgang der traditionellen Fischerei war die Rasse zeitweise vom Aussterben bedroht. Durch gezielte Zuchtprogramme konnte der Bestand gesichert werden. Heute ist der Portugiesische Wasserhund sowohl als Arbeitshund als auch als aktiver Familienhund geschätzt.
Charakter und Wesen
Portugiesische Wasserhunde sind intelligent, arbeitsfreudig und menschenbezogen. Sie suchen aktiv die Zusammenarbeit mit ihrem Menschen und zeigen eine hohe Lernbereitschaft. Gleichzeitig besitzen sie eine eigenständige Seite, die eine klare, konsequente Führung erfordert.
Typische Wesenszüge sind:
- hohe Motivation zur Arbeit,
- ausgeprägte Wasser- und Apportierfreude,
- starke Bindung zur Familie,
- hohe Belastbarkeit und Ausdauer,
- gute Eignung für Hundesport und Training.
Rassemerkmale des Portugiesischen Wasserhundes
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Größe | Rüden 50–57 cm, Hündinnen 43–52 cm |
| Gewicht | 16–25 kg |
| Lebenserwartung | 11–14 Jahre |
| Fell | Lockig oder wellig, dicht, ohne Unterwolle |
| Besonderheiten | Kaum Haarverlust, hohe Wasserresistenz des Fells |
Haltung und Beschäftigung
Der Portugiesische Wasserhund ist kein Hund für einen passiven Alltag. Er benötigt regelmäßige geistige und körperliche Auslastung. Besonders geeignet sind:
- Wasserarbeit und Apportiertraining,
- Dummytraining,
- Obedience oder Rally Obedience,
- Nasenarbeit,
- ausgedehnte Spaziergänge und Bewegungseinheiten.
Aufgrund seiner Intelligenz kann Unterforderung schnell zu unerwünschtem Verhalten führen. Eine strukturierte Beschäftigung ist daher essenziell.
Pflege und Fellmanagement
Das Fell des Portugiesischen Wasserhundes wächst kontinuierlich und muss regelmäßig gepflegt werden. Bürsten allein reicht nicht aus – das Fell sollte in regelmäßigen Abständen geschnitten oder geschoren werden.
Gängige Fellvarianten sind:
- Löwenschnitt: traditionell für die Arbeit im Wasser.
- Retreiver-Schnitt: gleichmäßig kurz, pflegeleicht.
Regelmäßige Kontrolle von Ohren und Haut ist besonders nach Wassereinsätzen wichtig.
Gesundheit
Der Portugiesische Wasserhund gilt als grundsätzlich robuste Rasse. Dennoch können rassetypisch auftreten:
- Hüftdysplasie,
- Augenerkrankungen,
- juvenile dilatative Kardiomyopathie (selten, genetisch bedingt).
Seriöse Zucht, regelmäßige tierärztliche Vorsorge und angemessene Bewegung tragen maßgeblich zu einem gesunden Leben bei.
Für wen eignet sich der Portugiesische Wasserhund?
Diese Rasse eignet sich besonders für:
- aktive Einzelpersonen oder Familien,
- Menschen mit Interesse an Hundesport,
- Halter mit Freude an Training und Zusammenarbeit,
- Personen, die viel Zeit für ihren Hund einplanen.
Weniger geeignet ist der Portugiesische Wasserhund für Haushalte mit wenig Zeit oder reinem „Spaziergeh-Alltag“.
Der Portugiesische Wasserhund wurde früher eingesetzt, um Netze aus dem Meer zu bergen – seine Schwimmtechnik ist besonders kraftvoll und effizient.