Wasserarbeit
Wasserarbeit bezeichnet alle Trainings- und Beschäftigungsformen, bei denen Hunde gezielt im oder am Wasser arbeiten. Dazu gehören Apportieren aus dem Wasser, gezielte Suchaufgaben sowie kontrolliertes Schwimmen. Wasserarbeit verbindet körperliche Auslastung mit Konzentration und eignet sich besonders für Hunde mit natürlicher Wasser- und Apportierfreude.
Ein Portugiesischer Wasserhund bei der Wasserarbeit – Apportieren und konzentriertes Arbeiten im Wasser.
Was versteht man unter Wasserarbeit?
Unter Wasserarbeit versteht man strukturierte Aufgaben, die ein Hund im Wasser oder vom Ufer aus ausführt. Dabei geht es nicht um unkontrolliertes Planschen, sondern um gezielte Arbeit mit klaren Aufgaben. Häufige Elemente sind Apportieren von Dummys, Markierungen, Richtungsanweisungen oder Suchaufgaben im flachen und tiefen Wasser.
Wasserarbeit wird sowohl im Hundesport als auch in der jagdlichen Ausbildung und im Freizeittraining eingesetzt.
Warum Wasserarbeit sinnvoll ist
Wasserarbeit bietet eine Reihe von Vorteilen für Hund und Mensch:
- Gelenkschonende Bewegung: Wasser entlastet Gelenke und Wirbelsäule.
- Ganzkörpertraining: Muskulatur und Ausdauer werden effektiv gestärkt.
- Mentale Auslastung: Der Hund muss sich konzentrieren und Aufgaben lösen.
- Förderung der Zusammenarbeit: Präzise Kommunikation zwischen Hund und Mensch.
- Abwechslung: Besonders an warmen Tagen eine sinnvolle Alternative.
Welche Hunde eignen sich für Wasserarbeit?
Grundsätzlich kann jeder gesunde Hund Wasserarbeit ausüben, wenn er gerne schwimmt und keine Angst vor Wasser hat. Besonders geeignet sind jedoch Hunde mit:
- starker Apportierfreude,
- ausreichender Ausdauer,
- Freude an strukturierter Arbeit,
- robuster Konstitution.
Häufig findet man Wasserarbeit bei Apportier- und Wasserhunderassen, aber auch Mischlinge mit entsprechender Motivation können sehr erfolgreich trainieren.
Typische Übungen in der Wasserarbeit
Wasserarbeit kann sehr vielseitig gestaltet werden. Typische Übungen sind:
- Apportieren eines Dummys aus dem Wasser,
- Einweisen zu bestimmten Wasserstellen,
- Markieren und Merken von Fallstellen,
- Suche nach versteckten Gegenständen im Uferbereich,
- kontrolliertes Ein- und Aussteigen.
Alle Übungen sollten schrittweise aufgebaut und an den Trainingsstand des Hundes angepasst werden.
Sicherheit bei der Wasserarbeit
Bei aller Freude am Wasser steht Sicherheit an erster Stelle. Wichtig ist:
- nur an sicheren, übersichtlichen Gewässern trainieren,
- keine steilen oder rutschigen Einstiege,
- auf Strömungen und Wassertemperatur achten,
- den Hund nicht zur Wasserarbeit zwingen.
Besonders bei Seen und Flüssen sollte vorher geprüft werden, ob das Baden für Hunde erlaubt ist.
Ab welchem Alter ist Wasserarbeit geeignet?
Wasserarbeit kann altersgerecht angepasst werden:
- Welpen: spielerisches Kennenlernen von Wasser in flachen Bereichen.
- Junghunde: erste kurze Apportierübungen ohne Druck.
- Erwachsene Hunde: strukturierte Wasserarbeit mit Distanzen.
- Senioren: kurze, gelenkschonende Einheiten ohne Stress.
Wasserarbeit im Vergleich zu anderen Beschäftigungen
| Beschäftigung | Schwerpunkt | Besonderheit |
|---|---|---|
| Wasserarbeit | Apportieren & Ausdauer | Gelenkschonend, kühlend |
| Nasenarbeit | Konzentration | Sehr ermüdend mental |
| Agility | Koordination | Hohe Belastung für Gelenke |
Wasserarbeit als Teil des Alltags
Richtig eingesetzt, ist Wasserarbeit eine wertvolle Ergänzung im Trainingsalltag. Sie fördert nicht nur Fitness und Ausgeglichenheit, sondern stärkt auch das Vertrauen des Hundes in seinen Menschen. Besonders an warmen Tagen kann sie helfen, überschüssige Energie sinnvoll abzubauen.
Hunde, die regelmäßig Wasserarbeit machen, bauen oft besonders gleichmäßig Muskulatur auf, da Schwimmen nahezu alle Muskelgruppen beansprucht.