Shih Tzu
Der Shih Tzu ist ein kleiner, langhaariger Begleithund mit sanftem Wesen und ausgeprägter Menschenbezogenheit. Er gilt als freundlich, anpassungsfähig und ruhig, ohne dabei passiv zu sein. Durch seine enge Bindung zu seinen Bezugspersonen eignet sich der Shih Tzu besonders für Haushalte, in denen viel Zeit für Nähe und Pflege vorhanden ist.
Ein Shih Tzu im Freien – freundlich, ruhig und mit typischem langem Fell.
Herkunft und Geschichte
Der Shih Tzu stammt ursprünglich aus China und hat eine lange Geschichte als Begleit- und Palasthund. Seine Vorfahren lebten über Jahrhunderte am chinesischen Kaiserhof, wo sie hochgeschätzt und streng bewacht wurden. Der Name „Shih Tzu“ bedeutet übersetzt „Löwenhund“, was auf seine löwenähnliche Erscheinung anspielen soll.
Erst im 20. Jahrhundert gelangte die Rasse nach Europa und Nordamerika, wo sie sich rasch als beliebter Gesellschaftshund etablierte.
Charakter und Wesen
Shih Tzus sind freundlich, anhänglich und ausgeglichen. Sie suchen aktiv die Nähe ihrer Menschen und zeigen eine hohe soziale Kompetenz. Aggressives Verhalten ist für diese Rasse untypisch.
Typische Wesenszüge sind:
- starke Menschenbezogenheit,
- ruhiges, gelassenes Auftreten,
- verspieltes Verhalten ohne Überdrehen,
- gute Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Lebensstile,
- geringe Neigung zu Jagdverhalten.
Rassemerkmale des Shih Tzu
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Größe | 20–27 cm Schulterhöhe |
| Gewicht | 4–7,5 kg |
| Lebenserwartung | 12–15 Jahre |
| Fell | Lang, dicht, glatt bis leicht gewellt |
| Farben | Alle Farben erlaubt, häufig gold-weiß, schwarz-weiß |
Haltung und Beschäftigung
Der Shih Tzu ist anpassungsfähig und eignet sich sehr gut für die Wohnungshaltung. Er benötigt regelmäßige Spaziergänge, jedoch keine intensive sportliche Auslastung. Viel wichtiger ist der soziale Kontakt zu seinen Menschen.
Geeignete Beschäftigungen sind:
- ruhige Spaziergänge,
- Grundgehorsam und Alltagstraining,
- leichtes Tricktraining,
- spielerische Beschäftigung im Haus.
Der Shih Tzu bleibt ungern lange allein und sollte möglichst in den Alltag integriert werden.
Erziehung und Umgang
Die Erziehung des Shih Tzu ist in der Regel unkompliziert, erfordert jedoch Konsequenz. Durch sein charmantes Auftreten neigt er dazu, Regeln auszutesten, wenn sie nicht klar kommuniziert werden.
Bewährt haben sich:
- ruhige, freundliche Trainingsmethoden,
- klare Regeln ohne Härte,
- positive Verstärkung,
- frühe Sozialisierung.
Pflege und Fellmanagement
Das lange Fell des Shih Tzu erfordert regelmäßige Pflege. Ohne konsequente Fellpflege kann es schnell zu Verfilzungen kommen.
Zur Pflege gehören:
- tägliches oder mehrmaliges Bürsten pro Woche,
- regelmäßige Kontrolle der Augenpartie,
- Pflege der Ohren und Pfoten,
- optional ein kürzerer Alltagsschnitt.
Gesundheit
Der Shih Tzu ist grundsätzlich robust, kann jedoch rassetypisch anfällig sein für:
- Atemprobleme durch kurze Schnauze,
- Augenprobleme,
- Zahnsteinbildung,
- Hitzempfindlichkeit.
Regelmäßige tierärztliche Vorsorge und angepasste Haltung sind besonders wichtig.
Für wen eignet sich der Shih Tzu?
Der Shih Tzu eignet sich besonders für:
- Familien mit ruhigem Alltag,
- Senioren oder Einzelpersonen,
- Wohnungshalter mit Zeit für Pflege,
- Menschen, die einen engen Begleithund suchen.
Weniger geeignet ist der Shih Tzu für Menschen, die einen sportlich sehr aktiven Hund erwarten oder wenig Zeit für Fellpflege haben.
Der Shih Tzu wurde über Jahrhunderte ausschließlich als Begleithund gezüchtet und zeigt deshalb bis heute eine außergewöhnlich starke Bindung zu seinen Menschen.