Tibet Terrier
Der Tibet Terrier ist ein mittelgroßer, widerstandsfähiger Hund mit freundlichem Wesen und enger Bindung zu seiner Familie. Trotz seines Namens gehört er nicht zu den Terriern, sondern zählt zu den tibetischen Begleit- und Klosterhunden. Seine Anpassungsfähigkeit, Intelligenz und robuste Konstitution machen ihn zu einem beliebten Familienhund.
Ein Tibet Terrier – robust, freundlich und eng mit seiner Familie verbunden.
Herkunft und Geschichte des Tibet Terriers
Der Tibet Terrier stammt aus dem Hochland Tibets, wo er über Jahrhunderte als Begleit- und Wachhund in Klöstern gehalten wurde. Er galt als Glücksbringer und wurde niemals verkauft, sondern nur verschenkt – ein Zeichen großer Wertschätzung. Seine Aufgaben umfassten das Bewachen von Klöstern, das Hüten kleiner Herden und die Begleitung von Nomaden.
Erst im frühen 20. Jahrhundert gelangte der Tibet Terrier nach Europa, wo er rasch Anerkennung als vielseitiger Begleit- und Familienhund fand.
Charakter und Wesen
Tibet Terrier sind intelligent, freundlich und sensibel. Sie bauen eine enge Bindung zu ihren Bezugspersonen auf und zeigen sich innerhalb der Familie verspielt und anhänglich. Fremden gegenüber können sie zunächst zurückhaltend sein, ohne aggressiv zu wirken.
Typische Wesenszüge sind:
- ausgeprägte Familienbezogenheit,
- gute Lernfähigkeit und Aufmerksamkeit,
- moderater Wachinstinkt,
- Eigenständigkeit ohne Sturheit,
- gute Anpassungsfähigkeit an verschiedene Lebensstile.
Rassemerkmale des Tibet Terriers
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Größe | 35–41 cm Schulterhöhe |
| Gewicht | 8–14 kg |
| Lebenserwartung | 12–15 Jahre |
| Fell | Lang, dicht, doppelschichtig; viele Farben erlaubt |
| Besonderheiten | Breite, runde Pfoten – ideal für unwegsames Gelände |
Haltung und Beschäftigung eines Tibet Terriers
Der Tibet Terrier ist vielseitig einsetzbar und benötigt regelmäßige Bewegung sowie geistige Anregung. Lange Spaziergänge, Wanderungen und spielerisches Training sind ideal. Besonders gut eignen sich:
- Tricktraining,
- Nasenarbeit und Suchspiele,
- Rally Obedience,
- moderates Agility.
Er passt sich sowohl an das Leben in der Wohnung als auch an ein Haus mit Garten an, solange er ausreichend in den Alltag eingebunden ist. Harte Erziehungsmethoden sind ungeeignet – der Tibet Terrier reagiert am besten auf ruhige, positive Führung.
Pflege und Gesundheit
Das lange Fell des Tibet Terriers erfordert regelmäßige Pflege. Mehrmaliges Bürsten pro Woche verhindert Verfilzungen und hält das Fell sauber. Während des Fellwechsels ist tägliche Pflege empfehlenswert.
Zu den rassetypischen gesundheitlichen Themen zählen:
- Augenerkrankungen (z. B. progressive Retinaatrophie),
- Hüftdysplasie (selten),
- gelegentliche Allergien.
Insgesamt gilt der Tibet Terrier als robuste und langlebige Rasse, wenn auf seriöse Zucht, ausgewogene Ernährung und regelmäßige Vorsorge geachtet wird.
Der Tibet Terrier wurde in seiner Heimat als „heiliger Hund“ verehrt und durfte oft in Klöstern leben – man glaubte, er bringe Glück und Schutz.